Die Fichte (Picea abies)
Die Fichte (Picea abies) Baum mit Musik
Das Brot der Forstwirtschaft wird die Picea Abies genannt. Allerdings
ist dieser Flachwurzler relativ anfällig bei Stürme und Schneelast und gegen den
Borkenkäfer, (Buchdrucker)
Der im Volksmund auch Rottanne genannte Baum unterscheidet sich von
der Weistanne in der Regel durch sein gleichmäßiges, kegelförmiges Aussehen. Er
wird ca. 50 m hoch und läuft spitz zu. Der naiv gemalte Tannenbaum ist
eigentlich die Form einer Fichte. Auch die Nadeln enden spitz und sind
rundum grün. Die Nadeln der Weistanne haben auf der Unterseite 2 weise Streifen
und sind an der Spitze noch einmal gekerbt.
Die Maitriebe sind wahre Vitamin C – Bomben, von Fichte und Tanne.
Mir persönlich schmecken die Fichtentriebe am Besten. Sie sind von
mildsäuerlichem Geschmack, die der Tanne sind harziger. Douglasie und Lärche
habe ich auch schon probiert, doch die Triebe der Fichte bleiben Favorit. Aber
Achtung wenn du auch probieren willst! Nicht zuviel, vielleicht anfangs 2-3
Triebe, denn sie können stark abführend wirken. Kleingeschnitten im
Salat ergibt das eine neue Geschmacksrichtung. Größere Mengen benötigt man aber
bei der Herstellung von Fichtensirup. Das ist aber wiederum eine
Hausfrauenwissenschaft für sich.
Die Zapfen hängen an der Fichte nach unten und
fallen bei Reife als Ganzes ab. Da freuen sich die Eichhörnchen. Die Zapfen der
Weistanne stehen auf den Vorjahrestrieben ganz oben und lösen sich dann auf. Die
leeren Spindeln sind noch jahrelang zu sehen. Auf die Ulkfrage, „Wann findet man
Tannenzapfen am Boden,“ antworten sie ruhig mit, „gar nicht“.
Nach dem sehr starken Holzeinschlag, der um 1800 wegen kahler
Schwarzwaldhänge endete, begann der Siegeszug der Fichte. Sie ist schnellwüchsig
und platzsparend. Schon nach rund 80 Jahren kann Stammholz geerntet werden, das
vielseitige Verwendung in der Holzindustrie findet. Die höchste Stufe der
Verwertung ist wohl das Klangholz. Erfahrene Holzkäufer begutachten die Bäume
vor dem Einschlag. Der Stamm darf keine verwachsenen Äste aufweisen, er muss
gerade und selbstverständlich gesund sein. Die Fichte neigt gern zur Rotfäule
und höhlt dann
aus.
Es gibt einige Klangholzkäufer, die Wert auf das Fälldatum
legen. Dabei richten sie sich wieder nach dem Mondkalender. Nach alten
Überlieferungen war dies in Österreich bis Anfang 20. Jahrhundert hinein die
Praxis. Ein Gitarrenbauer aus Brasilien z.B. bezieht sein
Fichtenholz aus dem hohen Schwarzwald, weil die Bäume hier langsamer wachsen und
beste Verarbeitungs- und Klangeigenschaften
aufweisen. Hierzu sei auch erwähnt, dass die
Schallgeschwindigkeit im Holz parallel zur Faser 3400 – 5200m/s beträgt. Als
Vergleichswert seien 333m/s für die Luft
genannt.
Über 10000 Orgelpfeifen sind in Deutschland aus Holz, und 4000
– 5000 Violinen werden jährlich in unseren Werkstätten hergestellt. Die
gängigsten Akkustikgitarren haben eine Fichtendecke.
Eine der imposantesten Fichten des Schwarzwaldes steht im Flasland
bei Gernsbach-Reichental.
Der spirituelle Teil: Die Fichte ist ein treffender Vertreter der
Sonnenbäume und wurde zu meinem Lieblingsbaum. Auch in der Mythologie hat sie
ihren festen Platz. Das Aufstellen galt als Vereinigung himmlischer und
irdischer Lebenskräfte. Der
Maibaum war ursprünglich ein Symbol für die sexuelle Vereinigung. Der Stamm
(Penis) durchstösst den Kranz (Vulva). Die Meisten werden wohl nicht wissen, was
sie da eigentlich aufstellen. (aus Mythos Baum von Doris Laudert)
Das die Fichte auch bestimmte Wirkungen besitzt, kennen wir vom
Fichtennadelschaumbad. Es wirkt über den Kreislauf belebend.
Hat aber nicht schon allein der Aufenthalt in einem Fichtenwald
eine Wirkung auf uns? – Mit Sicherheit, denn wenn wir durch einen Wald gehen,
durchstreifen wir die Ätherkörper der Bäume. Das reinigt unsere eigene Aura und
verbessert den Stoffwechsel. Auch die Informationen die über den weichen Boden
über die Fußsohlen das Gehirn erreichen, sind beruhigend.
Es hat Jahre gedauert, bis ich entdeckte, dass die Fichte mich von
Rückenschmerzen befreit. Ich musste es aber erst in einem Buch lesen, bis ich
glaubte, was ich schon wahr genommen hatte. Da wurde mir das bisher Erlebte
bewusst und von dort an begann ich die Bäume aus anderer Sicht zu studieren.
(Manfred Himmel, Bäume helfen
heilen)
Die Fichte gehört zu den Sonnenbäumen. Sie wirkt belebend auf lust- und
antriebslose Menschen. Allerdings enthält die Fichte auch Allergene, die über
die Pollen, weniger über das Holz, zum Tragen
kommen.
Fichten- und Tannenharz hat man in vergangenen Zeiten als
Räucherung zur Reinigung von Wohnungen und Ställen benutzt. Fichtenwälder
reinigen die Aura
Sind Fichtenwälder wirklich so monoton, ohne
Leben?
Mathematiker haben folgendes errechnet: Legt man die Blätter
eines 1ha großen Eichenwaldes neben einander, so könnte man damit 12
Fussballfelder (ca.6 ha) bedecken. Würde man das Gleiche mit Fichtennadeln
machen, so könnte ein Fläche von über 30 Fussballfelder bedeckt werden. Wir
sehen also, dass ein Fichtenwald eine erheblich größere Blattfläche besitzt und
auch im Winter noch Fotosynthese bis zum Gefrierpunkt betreibt. Lediglich die
Wasserverdunstung ist erheblich eingeschränkt.
Als neue Erfahrung möchte ich dem Waldspaziergänger die Empfehlung
aussprechen: Setzen sich rund 20 Minuten still in einen Fichtenwald und lassen
die Gedanken kommen und gehen. Nichts zu denken, ist sehr schwierig, kann für
einige Momente gelingen, wenn man sich auf die Geräusche des Waldes
konzentriert. Sie werden erholt und mit neuer Schaffenskraft nach Hause
gehen.
Die Eiche (Quercus)
Die Eiche (Quercus)
Die Eiche war der Kultbaum der Germanen und der Kelten. (Deutsche Eiche) Der
Baum ist aber Europaweit (nach heutiger Geographie) verehrt
worden.
Der Sherwood forest von Robin Hood war ein Eichenwald und von diesem Land reiste
auch der Mönch Winfried zum Papst Gregor nach Rom. Der Papst erteilte ihm den
Auftrag Germanien zu christianisieren. So wurden dann auf Geheiß von Bonifatius,
die heiligen Plätze der keltogermanischen Bevölkerung mit Linden angepflanzt.
Die berühmteste Eiche die Bonifatsius (gest. 745) fällen lies, war die
Donareiche im hessischen Fritzlar.
Nach der Vorstellung der nordgermanischen Mythologie wohnte Donar oder auch
Thor, der Gott des Krieges und der Gewitter in der Eiche. Bei Gewitter schlug er
mit einem Hammer auf den Boden, um die Lebensgeister der Natur und die
Fruchtbarkeit der Felder zu wecken. Unser Donnerstag stammt von diesem
Germanengott ab.
Nun, andere germanischen Stämme sahen in den uralten mächtigen Eichen den
Odin als Wohnungseigentümer. Odin war der höchste Gott der Asen. Er beherrschte
die Kriegskunst, das Runenlesen und die Dichtung. Auch in anderen Mythen waren
die höchsten Götter in der Eiche vertreten. In Griechenland war es Zeus der im
Eichengrundbuch stand. Die Zeuseiche stand an der Orakelstätte von Dododa. Der
Petersdom in Rom steht auf dem Mons Caelius, das war früher ein heiliger
Eichenwald Jupiters. Sogar die Preußen hatten eine zentrale Kultstätte
unter einer Eiche, die in seidene Vorhänge gehüllt war.
„Der praktische, materielle Nutzen“ der Eiche liegt im
gerbsäurereichen Holz und Rinde. Aus dem Holz werden Lagerfässer für Wein
(Barrik), Whisky und Weinbrand hergestellt, die Rinde wurde zur Ledergerbung
verwendet, aber auch für bestimmte Hautkrankheiten. In schlechten Zeiten wurde
aus den Eicheln Ersatz-Kaffee gemacht.
Bei richtiger Lagerung (Kammertrocknung) erreicht das Brennholz einen
Heizwert von 3,3 Watt/kg. Das ist das höchste Ergebnis. (Auch Edelkastanie)
Der spirituelle Teil:
Welchen Charakter erblicken wir in der
Eiche?
Mit ihrer tiefen Pfahlwurzel ist sie mit Mutter Erde besonders fest
verankert. Kein Sturm, wirft eine gesunde Eiche um. Der Eiche wird Stärke,
Härte, Standfestigkeit, aber auch Geduld und Ehrwürdigkeit zugeordnet. Die
geistige, meditative Verbindung mit einer Eiche kann zu einer besseren
Durchsetzung seiner Interessen gegenüber „Kontrollmenschen“ führen.
Hier bin ich, was willst du - ist nach einer Eichenmeditation das Motto. Aber
auch, mach du nur, ich habe Zeit, - Gelassenheit wegen des Wissens: am Ende hab
ich doch recht. Ich möchte fast behaupten, dass die Situation das Verhalten
bestimmt.
„ Entweder sich jetzt behaupten, oder abwarten“, dies klärt die Eiche. Ich
habe keinen mentalen Unterschied zwischen Trauben- und Stieleiche erkennen, bzw.
erfühlen können. Auch der weibliche - männliche, Mond- oder
Sonnenbaumcharakter empfinde ich
neutral.
Lebensbaum für am 21.3. Geborene.
Die Douglasie (Pseudotsuga Menziesii)
Die Douglasie (Pseudotsuga Menziesii)
Dieser Baum gab es schon vor der Eiszeit in Europa, ist aber dann
ausgestorben. 1795 wurde er in Amerika wieder entdeckt
und durch den Botaniker Douglas ca. 1925 wieder nach England gebracht. Ab 1840
verbreitete sie sich in Europa.
Sie wird bei uns bis 50 m hoch im warmen Kalifornien sogar bis 100 m. Der
Rekord soll bei 133 m liegen. Damit gehört sie mit dem Mammut- und
Eukalyptusbaum zu den größten jemals existierenden Lebewesen. Baumumfänge von 10
m sind dort keine Seltenheit. Das Holz ist ohne Imprägnierung sehr dauerhaft und
von schöner Maserung.
Das Maigrün ergibt einen wohlschmeckenden, Vitamin Chaltigen Sirup, der als
Brotaufstrich und Erkältungsmittel genutzt wird.
Das Spirituelle: In der nordischen Mythologie kann sie nicht
erscheinen, aber sie gehört wie die Fichte und Tanne auch zu den
Kieferngewächsen. Enthält sehr viel ätherisches Öl und die Nadeln duften
wunderbar. Bei meinen Berg-Wanderungen stärke ich gerne meine Lungen durch
Inhalieren der zerriebenen Nadeln. Generell wirken die ätherischen Öle der
Nadelbäume auch antiseptisch.
Als bei Rückenbeschwerden keine Fichte zugegen war, überlegte ich mir,
dass die Douglasie eigentlich eine ähnliche Wirkung haben müsste wie die Fichte,
denn beides sind Kieferngewächse. Es hat funktioniert. Die über die Hände
vermittelte Energie kann sehr stark sein. An heißen Sommertagen riecht man
den Schweiß der Douglasien. Wohl der einzige angenehme Schweißgeruch.
Die beeindruckenste Douglasie steht in Enzklösterle in der Nähe der Kirche
und Forstamt.
Der Weisdorn und Schwarzdorn.
Der Weisdorn und Schwarzdorn.
Beide gehören zu den sogenannten
Hagsträuchern.
Schwarzdorn (Prunus spinosa) auch Schlehe
genannt, ist eine Pionierpflanze. Weise Büsche im frühen Frühjahr.
Weisdorn. Strauch oder Baum, beides ist möglich. Man hat
schon über 500 Jahresringe am Weisdornholz gezählt. Ein Baum der weisen Magie,
bot somit Schutz gegen Hexen und bösen Geistern.Bei manchen keltischen Stämmen
der Maibaum. Kein Zauber konnte im Weisdorn wirken. Es galt als schlechtes
Zeichen, wenn er am 1. Mai noch nicht blüht. Es
hieß: Gibt’s
viel Weisdorn und viel Schlehn, bringt der Winter kalte Zehn.
Josef ein Jünger Jesu, der das Blut Jesu am Kreuze mit einer Schale
aufgefangen hatte, pilgerte nach Glastonbury in England, wo er die erste Kirche
erbaute. Sein Wanderstock war aus Weisdorn und den steckte er dort zu Boden.
Dieser schlug wieder aus und blühte bis vor ein paar hundert Jahren jedes Jahr
an Weihnachten.
Der Weisdorn wird als Heilpflanze schon im antiken Griechenland
beschrieben. Erst im 19 Jhd. erkannte man bei uns den Wert des
Weisdorns als Heilpflanze bei altersbedingten Krankheitsbildern des
Herzens.
In der Blütezeit sind auch meditative Verbindungen in der Aura hilfreich.
Man macht Tee aus Blättern, Blüten, Früchten. Blüten oder Blätter 1-2
Tage in Wein eingelegt ergibt einen süffigen Herzwein
Die Lärche (Salix)
Die Lärche (Salix) Bachblüte Larch
In Sibirien sind die Winter lang und die Sommer kurz. Dort prägen die Lärche
und die Birke die Gegend. Das Wiederergrünen der Bäume wird dort mehr beachtet
als bei uns. Dort ist die Lärche der Weltenbaum und der Mittelpunkt. Die
Schamanen Sibiriens sind Ärzte, Seelenführer und Seher in einer Person. Weit im
Norden steht eine hohe Lärche, auf deren Zweige viele Nester in
unterschiedlicher Höhe sind. Die größten Schamanen werden im Wipfel geboren, die
Mittleren darunter usw.
Nun kommt ein großer Vogel einem Adler gleich und legt ein Ei. Soll es ein
großer Schamane werden, brütet er 3 Jahre, bei Kleinen bis 12 Mon. Nachdem die
Schamanenseele geschlüpft ist, wird sie vom Vogel einer Geisterschamanin
übergeben und die Ausbildung
beginnt. Bei seiner Prüfung kaut
der Schamane einen Fliegenpilz um sich in Trance zu versetzen. Danach besteigt
er die neunstufige Himmelsleiter (Nummerologie) um mit den Geistern der Ahnen in
Kontakt zu treten.
Als Himmelsleiter wurde eine Birke gewählt, weil Fliegenpilze mit der Wurzel
der Birke eine Symbiose eingehen. Für jede Erkenntnis wurde eine Kerbe in die
Rinde geschnitzt, diese Kerben sieht man an der Sandbirke noch
heute.
Die Lärche, sagt man, baut Selbstvertrauen und Selbstwert auf.
Ich selbst habe erstaunt festgestellt, dass die Lärche ein sehr
energiereicher Baum ist. Selbst im Winter in der Saftruhe, strahlt sie
eine Wärme aus.
Er ist der Einzige, der die Nadeln im Winter verliert. Das liegt an seiner
Herkunft. Dort gibt es Temperaturen bis minus 60 Grad, da würden die Nadeln
erfrieren. So stellt der Baum den Saftfluss ein und wirft die Nadeln ab.
Durchaus denkbar, dass er nach vielen, vielen Generationen bei
uns die Nadeln behält. Außer der europäischen Lärche (Larix decidua), findet man
bei uns auch die japanische Art (Larix kaempferi ) Die Äste stehen
horizontal ab, hängen nicht durch. Die Jahrestriebe sind kräftiger als bei L.
decidua und besitzen eine rötliche Färbung (L. decidua: gelblich). Der Baum
erreicht Wuchshöhen von maximal 50 Meter. Die Nadeln sind wie bei allen Lärchen
gewöhnlich einjährig und bläulicher als bei L. decidua. Sie verfügt über 2
Wurzelsysteme. Flachwurzler und ein Herzwurzelsystem, das sie gegenüber Windfall
weniger anfällig macht. Die europäische Lärche hat nur eine
Herzwurzel.
Die Stechpalme oder Stechhülse (Illex aquifolium)
Die Stechpalme oder Stechhülse: (Ilex
aquifolium)
Bekannte englische Band hat nach ihr ihren Namen. Hollies. Hollywood steht
auf einem ehemaligen
Stechpalmenwald.
Wie alle immergrünen Bäume war auch die Illex bei Germanen verehrt, und
galt als Sinnbild ewigen Lebens, der Winterbaum. Es ist auch ein besonderer
Baum.
Er ist Zweihäusig mit besonderen Blüten. Der Baum hat unvollständige,
reduzierte Organe des anderen Geschlechts. So kann ein weiblicher Baum Früchte
tragen ohne bestäubt worden zu sein. Die Beeren sind giftig. Sehr
vermehrungsfreudig, Ruf als Waldunkraut. Einladung zum Ruhen, Geborgenheit.
Der Name der Stechpalme verbirgt eine keltische Tradition. Sie war Sinnbild
für Tod und Wiedergeburt. Die Druiden verteilten Zweige mit Beeren an das
Volk. Die roten Beeren symbolisieren das weibliche Lebensblut, die weisen
Mistelbeeren standen für das männliche Prinzip für Samen und Tod. In
angelsächsischen Ländern wurde an Weihnachten die Häuser mit Illexzweigen und
Misteln geschmückt. ´Bestimmte Zeichen wurden über der Tür angebracht um Schutz
vor bösen Überraschungen zu haben. Böse im Sinne von Gegen das
LEBEN.
Dieser heidnische Kult war der Kirche ein Dorn im Auge, konnten es aber nicht
abschaffen. So wurde aus den Palmzweigen die Stechpalmenzweige. Die
Stechhülse wurde somit ein gesegneter Baum.
Praktische Verwendung: Sehr hartes gleichmäsiges nicht verkerntes Holz.
Für Tischler und Drechslerarbeiten und v.a. für wertvolle
Intarsienarbeiten.
Wirkung: Die Blätter enthalten Theobromin. Früher wurde daraus ein
balsamisch, aromatischer Tee zubereitet. Die südamerikanischen Illexpflanzen
sind die Grundlage von Matetee. Sie enthalten auch Koffein, Gerbstoffe und Harze
und Theophyllin. Letzterer wird als Herzmittel und bei Bronchien und Asthma
eingesetzt. Illexblätter
waren auch Bestandteil shamanischer Getränke in Südamerika.
Die giftigen Früchte wurden als Abführmittel genutzt und gegen Epilepsie
eingesetzt. Aus den Samen machte man in Südeuropa einen brauchbaren
Kaffeeersatz.
Die Weide (Salix)
Die
Weide
Ein sehr artenreicher Baum, deren Unterscheidung oft sehr schwer fällt, weil
sie sich gerne vermischen. Die Salweide ist wohl die bekannteste Art, denn durch
ihre ovalen Blätter fällt sie etwas aus der Reihe. Auch ihre Blütenkätzchen
erscheinen manchmal schon im Januar und sind eine wichtige Nahrungsquelle für
Hummeln und Wildbienen.
Die Korbweide, auch Kopfweide genannt wird heute noch für die Herstellung von
Körben
verwendet.
Die Rinde enthält Salizylsäure, der Grundstoff für die Aspirinherstellung. Dies
wird heute aber synthetisch hergestellt. Es wirkt gegen Rheuma und Gicht, als
fiebersenkendes Mittel, schmerzstillend, aber auch blutverdünnend und
keimtötend.
Erst im 19 Jhd wurde das Mittel entdeckt. Der griechische Arzt Hippokrates
400 v. Ch. empfahl bei Fieber und Schmerzen einen Aufguss aus Weidenrinde. Die
Germanen kannten auch schon die Wirkung der Rinde und kauten sie bei Schmerzen.
Achtung nicht nachmachen, denn bei zu hoher Dosierung kann dies zu inneren
Blutungen führen.
Mythologie und Spirituelles
Lunabaum.
Die Weide ist ein mitfühlender Baum. Sie hat das Wissen um
Leben und Tod. Aus ihr machte man die dreifach gedrehte Weidenschlinge, die um
den Hals von Verurteilten gehängt wurde. Sie galt als Baum der Hexen. Verströmt
Melancholie, übt angeblich eine Anziehungskraft auf Selbstmörder aus. Trotzdem
ist sie bereit bei der Beseitigung von Schwierigkeiten zu
helfen. (aus: Baume helfen heilen von Manfred Himmel) Diese
Beschreibung passt auf die Trauerweide.
Die Weide spielt auch in der Bachblüte eine Rolle. Ich selbst habe
bei einer Wanderung bei auftretenden Zahnschmerzen kleine Rindenstücke der
Salweide ausgekaut, den Saft geschluckt, das verholzte wieder ausgespukt. Es hat
gewirkt, die Zahnschmerzen waren für rund 2 Std. weg. Eine Schwermütigkeit
konnte ich aber nicht feststellen. Durch die filigrane Art der Blattordnung weht
der Wind mit einer gewissen Leichtigkeit durch die Weide und gibt ihr fast ein
zweifarbiges Aussehen.
Die Birke (Betula pendula, Sand-,Hängebirke)
Die
Birke
Der kurzlebigste Baum gemeinsam mit der Eberesche 90-120 Jahre, nach 50
Jahren hat sie schon ihre Höhe erreicht. Der weise Farbstoff Bentolin schützt
gegen Tierfraß, Sonnen-einstrahlung und gegen Nässe. Wirkt zart und anmutig, die
Birke ist der winterhärteste Laubbaum und ein Erstbesiedler. Lichtliebende Art,
wird nach und nach weggedunkelt. So findet man in dichten Wäldern Birken, die
borkig und nicht mehr weis sind.
Der lateinische Name Betula, bedeutet schlagen und bezieht sich auf den
Brauch des Pfefferns. Die Birke ist der eigentliche Maibaum. Der aufgestellte
Maibaum vor dem Haus der Angebeteten war ein Heiratsantrag. Das Schlagen
auf die Oberschenkel mit frischen Birkenzweigen soll die sexuellen Energien und
somit die Fruchtbarkeit anregen. Das war der Brauch des Pfefferns junger
Frauen.
Wegen des leichten Gewichtes trockener Birken wurden daraus Holzschuhe,
Leitern und auch Möbel gemacht. Im 2. Weltkrieg auch Bauteile für Flugzeuge.
Warum nimmt man gern Birken als Kaminholz? Die Birkenrinde hat den sog.
Birkenteer eingelagert und brennt somit auch frisch geschlagen. Wenn jedoch die
Rinde verbrannt ist, glust das Holz vor sich hin und wärmt nicht mehr. Ganz
trocken ist auf jeden Fall besser. Birkenholz aber immer frisch aufspalten, da
es getrocknet sehr sehr schwer zu teilen ist, bei verwachsenen Ästen gar nicht
mehr. Im
Norden von unschätzbarem Wert. Fackeln wurden bis ins 20 Jht. hinein mit
Birkenrinde umwickelt. Rinde wurde beim Hausbau unter den Boden gelegt um sich
vor Bodennässe zu schützen. Die Kanadischen Indianer bauten die leichten Boote
aus der Rinde.
In Russlands Häusern wurde aus der Rinde, die man wie Leder verarbeiten
konnte Umhänge und Gamaschen gefertigt. Die in Wasser abgekochten
Blütenkätzchen ergeben eine Waschseife. Die innere gelbliche Rinde, das Kambium
enthält Vitamin C, Zucker und Öl. Das Überlebensmittel im harten Winter
Canadas. Man hatte getrocknete Stücke eingelagert und pulverisiert. Damit buk
man eine Art
Fladenbrot.
Plinius nannte den Baum Betula, wie Bitumen, weil die Gallier das Pech
herauskochten. Damit dichteten die Germanen ihre Boote ab, oder sie strichen es
auf offene Wunden. Aus dem Birkenteer konnte man auch ein Öl herstellen, das auf
Leder gestrichen wurde. Das Leder wurde so
wasserdicht.
Deutsche Soldaten schickten aus Russland Postkarten aus Birkenholz. Der Brauch
ist aber schon viel älter. Plinius beschreibt, dass ein ganzes Buch auf
Birkenholz geschrieben sei.
Birkenblättertee ist ein bewährtes Hausmittel gegen Wassersucht, Rheuma,
Gicht, Ahtritis, Nieren und Blasensteine.
Der Saft der Birke enthält rund 2% Traubenzucker.Bei den germanischen Stämmen
war dies ein belebender Frühjahrstrunk, der mit Zimtstangen und Gewürznelken
verfeinert werden kann. Schlecht heilende Wunden wurden mit Birkenwasser
bestrichen.Bei Haarausfall und Schuppen massiert man Birkenwasser
ein.
Vergorenes Birkenwasser, also Birkenwein war in Russland ein beliebtes
Rauschgetränk. Er wurde „brüchigen“ Männern zur Stärkung verabreicht. Die
frischen, klebrigen Blätter im Frühjahr können als Salat gegessen werden.
Getrocknet zusammen mit Brennesselblätter als Blutreinigungstee.
Im Herbst gesellt sich der Birkenpilz und die Rotkappe als schmackhafte
Zugabe zu ihrem Wirtsbaum. Auch der Fliegenpilz (ein Rauschpilz) der von
Schamanen für Astralreisen verwendet wird. ist von der Birke abhängig.
Der spirituelle Teil:
Die 2 Hauptarten sind die Moorbirke und die Sandbirke. Obwohl sie in Mond und
Sonne unterschiedlich eingeteilt sind. empfinde ich sie
neutral.
Im Schwarzwald sind Moorbirken eher seltene Bäume,
Die Birke ist ein Pionierbaum und ein Lichtbaum. Es heißt, sie wird mit der
Zeit im Wald weggedunkelt, aber bis es soweit ist, hat sie ihr Leben gelebt.
Die Symbolische Bedeutung liegt im Neubeginn. Das Symbol der Reinkarnation.
Sie ist der erste Baum, der Blätter
ansetzt.
Die Wirkung unter Birken ist hell, bringt die Lebensfreude zurück. Wirkt
erfrischend und vertreibt die Unlust und depressive Verstimmungen.
Motto: Auf ein
Neues.
Die Birke ist der Lebensbaum für Menschen die am 24.6. geboren sind.
Die Edelkastanie, Marone (Castanea sativa)
Die Edelkastanie, Marone
Ursprung: Asien über den mediteranen Raum nach Europa gelangt. Liebt Sonne
und Böden ohne Kalk. Stamm ähnelt im Aussehen und Charakter sehr der Eiche. Er
ist meist mehr oder weniger gedreht. Drehwuchs bei Kastanien ist also ganz
natürlich und weist nicht auf Wasseradern oder ähnliches hin. Die
Esskastanie stellt in Europa den größten Baum. 53 M Umfang hat der Baum in der
Nähe des Ätna in Sizilien. Es sind aber nur noch (grüne) Überreste eines
ehemaligen stattlichen Baumes. Inzwischen sind auch amerikanische Arten
verbreitet. Oft werde ich nach dem Unterschied von Kastanie und Marone gefragt.
Maronen sind essbare Kastanien.
Die Rosskastanie ist übrigens nicht mit der Esskastanie
verwandt.Sie haben eine eigene Familie der Rosskastaniengewächse. Die
Edelkastanie gehört zu den Buchengewächsen.
Haltbarkeit der Maronen: Unter einem Laubhaufen bis zu einem
halben Jahr. Allerdings ist bis dahin gut die Hälfte von Würmern befallen.
Länger halten sie mit dieser (aufwendigen) Methode: 9tägiges Wässern,
(jeden Tag Wasser wechseln), dann wochenlanges Räuchern in speziellen
Öfen.
Sammeln und gleich schälen, trocknen (Backofen) 2 bis 3 Jahre
haltbar.
Kastanien kochen, schälen, vakumieren. Ein halbes Jahr haltbar.
Spirituelles
Eine wertvolle Frucht in unserer Ernährung, die bis zur vollständigen Reife von
einem stacheligen Panzer beschützt wird. Die glutenfreie Marone soll
positiv auf Leber, Nieren und Dünndarm wirken.
Der Dünndarm analysiert das Materielle, also die Bestandteile unserer Nahrung
und verteilt sie sozusagen im Körper. Der Dünndarm entspricht auf geistiger
Ebene unserem Gehirn.
Die Wahrnehmung bei Kastanien ist eine unendliche tiefe Stille mit dem Gefühl
der
Geborgenheit.
In mancher Literatur ist er der Baum der Wahrheit.
Die Schwarz-Erle auch Roterle (Alnus glutinosa)
Die Schwarz-Erle, auch
Roterle genannt
Die Borke der Schwarzerle färbt sich im Alter schwarz. Merkmale: Bis zur
Spitze durchgehender Stamm, gestielte rotbraune, klebrige Knospen, die schon im
Herbst sichtbar werden. Auch die etwas spärlich behaarten Zweige sind etwas
klebrig.
glutinosa = zuckerhaltig, klebrig. Die Blätter sind meist an der
Spitze eingekerbt und am Rande gewellt. Im Vergleich zur Grauerle sind die
Blätter dort spitz zulaufend.
Schon ab Februar blühen die männlichen Kätzchen an den Enden der Zweige. (Mit
Haselnuss gemeinsam.) Das Holz eignet sich sehr gut für Bauten die im
Wasser stehen. So soll Venedig auf Erlen und Eichenpfosten aufgebaut sein. Für
Bootsstege wird das Holz gerne verwendet. Im Moor eingeschlossene Erlen-
Baumstämme können Jahrtausende überstehen.
Spirituelles. Fällt man eine Erle, färbt sich das Stockholz
rot, als ob sie blute. Man fügt der Erde Wunden zu, hieß es und mied die Bäume,
die man auch Roterle nennt. Man sagt, sie fördert die mediale
Begabung und die weibliche Sinnlichkeit. Letzteres kann ich schlecht
ausprobieren. Aber ein Hauch von Mystik umgibt die Erle schon allein von ihrem
Standort her. In Mooren oder anmoorigen Gebieten ist sie oft von
Nebelschwaden umgeben. So lässt sich auch auf natürliche Art erklären, warum man
Erlen mied. Vom Frühjahr bis Ende des Sommers ist die Tropfflüssigkeit und
die Mückenplage recht unangenehm. Dafür aber wieder ökologisch sehr
wertvoll. Erstaunlich ist der Baum auch in Hinsicht der Herbstfärbung. Er hat
nämlich keine. Die Blätter bleiben grün und sehr lange am Baum haften.
Spirituelles:
Bisher habe ich nur eine Erzählung einer jungen Frau, die mir eine Bank unter
Erlen zeigte, auf der sie oft saß. Ihre Wahrnehmung war die, dass sie sich schon
fragte, was hier vorginge. Ihr war, als ob im Gras jemand liefe. Sie sah, wie
das Gras sich bewegte. Obwohl sie niemand sah, hatte sie das sichere Gefühl,
dass sie nicht alleine ist. Weil sie sich ängstigte, besuchte sie den Ort
nicht mehr. Erlen kannte sie bis dahin nicht.
Medial begabte Menschen würden unter Erlen leichter Kontakt zur Anderswelt
finden.
Die Hainbuche, Hagebuche oder Weisbuche. (Carpinus betulus)
Die Hainbuche, Hagebuche oder Weisbuche. (Carpinus betulus)
Ein ganz interessanter Baum, oder Strauch, der unter dem Dach der großen
Waldbäume unauffällig seine Aufgaben erfüllt. Ein Baum der 2. Reihe. Kein
Sturm wirft eine Hainbuche um. Das Holz ist das härteste bei uns und wurde in
Zeiten von Eisenmangel als Ersatz verwendet. So kam der Name Eisenholz auf.
Brinellhärte bis 146, (Eiche ca. 65)hat aber nichts mit dem Afrikanischen
Eisenholz zu tun. (Pockholz, Brinellhärte über 150) Selten sieht man eine vom
Pilz ausgehöhlte Weisbuche. Ihre Fähigkeit immer wieder auszuschlagen und
ihre gute Industrieverträglichkeit lassen den Baum unverwüstlich
erscheinen. So lässt sich dieser Baum auch zu einem Hagbaum
(Naturzaun) oder –Strauch schneiden. Auch ein geeigneter Gartenbaum, da er
gut Licht verträgt. Wenn er von anfang an frei steht, wird er selten höher
als 20 M. Er lässt sich gut in Form schneiden.
Die heilkundigen Frauen der Germanen (Hagezissen) hatten ihren Kräutergarten
hinter einem „Hag“ aus Hainbuche und Schwarz/Weisdorn. Dieser Natur-Zaun war
undurchdringlich für Bären und Wölfe.
Man sagt, dass die Hainbuche unsere Wünsche kennt und hilft, sie zu erfüllen.
Dabei geht es aber nicht um materielle Wünsche. Ich habe schöne Erfahrungen nach
Hainbuchenmeditation gemacht. Die beste Zeit ist wohl der Mai und Juni um
seine sehnsüchtigen Wünsche für das Jahr mit Hilfe des Baumes in den Äther zu
geben.
Die Linde (Thilia)
2 Hauptarten sollte man sich merken, die Winterlinde
(T.Cordata) mit kleinen Blättern und die
Sommerlinde (T.platiphyllos) mit großen Blättern. (Es gibt auch
Bastarde). In Parks wird gern die Silberlinde (T.tomentosa) gepflanzt, wenn sie
genügend Platz hat. Für den bekannten Lindenblütentee nimmt man die Blüten
der Winterlinde. Gelegentlich findet der Kenner auch die holländisch Linde
(Tilia x europaea). Sie hat gelbe Achselhaare auf der Unterseite der Blätter und
würde die Höhe und das Erscheinungsbild von anderen Linden übertreffen.
Vermutlich handelt es sich hier um eine Paarung von Sommer- und Winterlinde, die
in Holland zum erstenmal natürlich aufgetreten ist. Das Holz wurde schon
im 8. Jahrhundert durch Bonifatsius zum Lignum sacrum erklärt, weil daraus
Heiligenstatuen geschnitzt wurden. So findet das Holz vor allem in der
Bildhauerei und bei Drechslerarbeiten verwendung. Ich selbst besitze eine
Gitarre aus Lindenholz. (Korpus und Decke) Auch bei Harven und Klaviertastaturen
wird das Holz
eingesetzt.
In meiner Region möchte ich die Marienlinde vor der Marienkirche in Bühl
nennen, die sehenswert
ist.
Sie ist eine hervorragende Bienenweide und wichtige Heilpflanze.
(Winterlinde) Die Lindenblüten sind schweißtreibend, schleimlösend,
krampfstillend. Auch Lindenkohle wurde für Filter, Zeichenstifte und zur
Herstellung von Schwarzwpulver verwendet. Einst wurde Lindenkohle bei Durchfall
verabreicht.
Spirituelles
Sie ist ein Mondbaum, der Baum der Liebe. Sie ist Freya gewidmet der Göttin
der Liebe und Ehe. (in mancher Literatur wird die Buche als Sitz genannt) Der
Aufenthalt unter einer Linde wirkt entspannend und innerlich stärkend. Auch die
musische Kreativität wird angeregt. Sie diente in der
neueren germanischen Zeit als Gerichtslinde und Ort für Feste
(Tanzlinde) Die Linde ist ein sagenumwobener
Baum, so wie auch das Tier, dass die Germanen in alten Linden zu sehen glaubten,
den Drachen.
Der Drache galt als unsterbliches Tier. Enthauptete man ihn, so wuchsen 9
neue Köpfe heraus. Ob jetzt Naturgewalten oder Menschenhände der Linde
zusetzten, sie schlägt immer wieder aus. Für die Germanen war sie eine Quelle
der unerschöpflichen Lebenskraft. Und auch das Alter das sie erreichen kann ist
gemessen an der Lebensspanne eines Menschen so hoch, dass auch sie als
unsterblich galt. Wenn man es schaffte einen Drachen zu töten
und in seinem Blut badete wurde man unverwundbar. Dies kennen wir aus der
Nibelungensage. So ist es auch kein Zufall, dass es ein rachsüchtiges
Lindenblatt war, das sich auf Siegfrieds Rücken zwischen die Schulterblätter
haftete, bevor dieser zu Bade ging. Trotz dieser schaurigen Geschichte gilt
die Linde als Baum der Verliebten.
Sie ist ein sehr spät blühender Baum, so dass man den Monat July auch den
Lindenmonat nannte. Der Duft der Blüten und das Gesumme der Bienen soll anregend
auf die Verliebten gewirkt haben. Früher ging man von der Signaturenlehre der
herzförmigen Blätter davon aus, dass es die gewünschte Wirkung in der Liebe auf
den Geliebten hat. Lebensbaum für 11.3. – 20.3 und 13.9. – 22.9
Wir kennen vielleicht den Begriff der Marienlinden. Sie wurden auf Geheiß von
Bonifatius auf den ich bei den Eichen eingehe, an allen kelto- germanischen
Kultplätzen gepflanzt.
In deutschen Familien- und Ortsnamen hat sich die Linde wie kein anderer Baum
beliebt gemacht.
Die Weistanne (Abies alba)
Zu erkennen ist die Tanne an den 2 silberweisen Streifen auf der Unterseite
der Nadeln und die Nadelspitze ist gekerbt. Die Nadeln sind bei der Tanne
seitlich angeordnet und bei der Fichte halbkreisartig. Die Tanne ist der Kamm,
die Fichte ist die Bürste. Im Kronenbereich kommen auch die
Weistannennadeln halbkreisartig bis rund vor. Eine Nadelbaumart die sehr alt
werden kann, 500 bis 600 Jahre sind angegeben, was auf ein hartes Holz
hinweisst, das aber wenig dauerhaft ist gegenüber Pilz und
Insektenbefall.
Spirituelles
Das Aufstellen einer Tanne als Weihnachtsbaum war dazu gedacht, die stärker
werdende Kraft der Sonne zu begrüßen. Sie galt schon immer als Symbol der
Reinheit und der Hoffnung. In unserer Tradition symbolisiert sie das Licht, das
Jesus in unser Leben brachte. Sie galt somit wie die Birke als Baum der
Wiedergeburt. Tannenholz galt als Schutz vor bösen Geistern. So trug man auch
Amulette aus Tannenholz. Im Märchen „Das kalte Herz“ wohnt ein
ehrfürchtiger Baumgeist in der Tanne. Wer es sich leisten konnte, lies sich ein
Schlafzimmer aus Tannenholz
schreinern.
Die einfachen Leute gingen früher zur Tanne um sich mit ihr über Krankheiten zu
besprechen, vor allem bei Rheuma und Gicht. Erstaunlich, denn von Bakterien und
Viren wussten unsere Vorfahren noch nichts. Gicht kommt von einem übersäuerten
Körper, die Tanne hat gegen Säure resistentes Holz. !?
Kräutermedizin und Homöopathie empfehlen die Heilwirkung der harzigen
Tannennadeln. Auch bei Bronchitis und Asthma. Die meditative Verbindung wirkt
wohltuend auf den gesamten Atmungsvorgang. Sie soll auch Wundheilungen
beschleunigen. Gleichzeitig wirkt sie auch beruhigend auf das gesamte
Nervensystem. Sie stärkt den
Lebenswillen.
(aus: Die Heilkraft der Bäume von Manfred Himmel)
Für mich ist die Tanne der Ureinwohner des Schwarzwaldes. Ein sehr erhabener
Baum, dessen Wirkung auf mich, ich noch nicht richtig einordnen konnte. Ein
Weis-Tannenwald hat etwas klares und reines an sich.
Verwechslung: Immer mehr wird die Amerikanische Küstentanne angepflanzt,
(Abies grandis) die mehr ätherische Öle enthält und nach Citrusfrüchten
duftet.
Wenn man die Gelegenheit hat, durch einen Fichtenwald und anschl. durch einen
Tannenwald zu gehen, wird man einen großen Unterschied in der Wahrnehmung
erkennen. Lebensbaum für 2.1.-11.1. und 5.7.-14.7.
Geborene
Die Rotbuche (Fagus silvatica)
Der Name kommt daher, weil das Stammholz im Alter gern zu einem Rotkern
neigt. So werden die meisten Buchen ertragreicher vor dem
200sten Lebensjahr
geerntet.
Sie hat grüne Blätter und die Blutbuche die fälschlicherweise als
Rotbuche bezeichnet wird, hat auf der Oberseite rot gefärbte Blätter. Das kommt
daher, weil dort mehr Karotine als Chlorophyll vorhanden sind.
Wichtigster einheimischer Laubbaum. Kann 30 bis 45 M hoch werden. Bis 6 M
Umfang. Die Buche ist ein bestandsbildender Waldbaum, liebt kühleres Klima
und kommt bis auf eine Höhe von 1700 M vor, dort aber nur noch als Krüppelform.
Bildet gern mit Tannen oder Kiefern Bestände. Sie hatte einst den Urwald des
Schwarzwaldes mit geprägt. Verträgt Schatten recht gut, stellt aber höhere
Ansprüche an den Boden. Mineralstoffhaltig und gut feucht soll er sein. Das Holz
enthält antiallergische Stoffe und wurde somit gern für Schulmöbel verwendet.
Heute ist das zu teuer geworden. (Teure Gesundheit oder teure Krankheit)
Beobachtungen:
Wer sich die Mühe macht, Buchenstämme einmal genauer anzusehen, wird eine Fülle
von Unterschieden entdecken, so wie uns das Gesicht eines Menschen viel sagen
kann ohne das der Mund spricht. Dunkle unterschiedlich große Flecken am
Stamm weisen auf einen langlebigen Pilz hin, der in der Rinde wächst.
(Ascodichena rugosa) Die Flecken können zu einer Gesamtfläche
zusammenwachsen und bilden manchmal eine scharfe Grenze nach oben, so daß es den
Anschein hat, der untere Teil des Stammes wäre schwarz angestrichen. Dies ist
gar nicht so abwegig, da die Fichten zum Schutz gegen Schälschäden des Rotwildes
mit einer teerartigen Masse bis 2 M hoch gestrichen werden. Das Wild will aber
nichts von der Buche, höchstens im Winter bereichern die Knospen junger Bäume
das knappe Nahrungsangebot.-Dort wo der Wasserdampf aus der Luft an den rauhen
Stellen der Rinde kondensieren kann, bilden sich gerne einzellige, kugelige
Grünalgen. Oftmals kann man auch bei ihr eine scharfe Abgrenzung am Stamm
erkennen. Inwieweit die Grünalge und der Pilz voneinander abhängig sind, ist
noch nicht erforscht. In feuchten Mulden findet man Buchen, die dauerhaft von
einer Moosdecke überzogen sind. So kann das Moos auch als Hygrometer für
die durchschnittliche Luftfeuchtigkeit eines Jahres dienen. Nicht die
augenblickliche sondern die durchschnittliche Luftfeuchtigkeit kann somit
erkannt werden. Auch die Grünalge kann wie der Pilz jahrzehnte alt werden.
Später kommen sog. Schlafmoose hinzu. So konnte man in einem naturbelassenen
Wald die feuchtere dauerhafte Luftströmung erkennen und die Naturvölker mieden
diese Plätze als Lager. Buchen auf trockenen Standorten sind dann von
verschiedenen Flechtenarten bewachsen, vor allem auf der
Sonnenseite.
Die Wurzelanläufe weisen im Alter Ringe oder Runzeln auf, die an die Hautrunzeln
der Fingergelenke erinnern. Vermutlich kommt das vom überschüssigen
Dickenwachstum im oberen Teil des Anlaufs, das sich nicht im Stamm verbreitern
kann.
An manchen Buchen sind rombisch aufgeplatzte Stellen zu sehen, die vom
Kleiber bei der Nahrungssuche verursacht wurden. Oder Längsrisse bildeten durch
gefrorenes Wasser schöne Muster.
Manche Bäume haben sich im Laufe eines Lebens im Wuchs gedreht. Nach Auskunft
der forstlichen Versuchsanstalt in Freiburg gibt es keine wissenschafliche
Erklärung. Weder Wasseradern oder wechselnde Lichtverhältnisse haben sich
bestätigt. Als Rutengänger weis ich, dass sie auch in größere Höhe einer
Strahlung ausweichen
wollen.
Ein Phänomen sind die Waschbrettbuchen, oder auch Rippelbuchen. Keiner hat eine
einleuchtende Erklärung für das Entstehen der Wellen auf einer Seite. Aber eine
interessante Beobachtung wurde gemacht. Die Wellen zeigen zwischen Norden und
Osten. Dies haben sie übrigens mit den Endmoränen der Karseen des
Schwarzwaldes gemeinsam. (keine Regel ohne Ausnahmen) Wie bei anderen
Bäumen auch, kommt das Dickenwachstum nach dem Längenwachstum. Die ersten 2 bis
3 Wochen nach einsetzen des Saftflusses, werden für das Längenwachstum
verbracht.
Buchenasche enthält sehr viel Pottasche und wurde so zur Laugenherstellung
verwendet. Buchenasche zum Wäschewasche, hieß es früher.
Alles hat 2 Seiten, nur die Buchecker die hat drei. Sie enthalten giftige
Blausäure, deshalb darf höchsten eine Handvoll am Tag gegessen werden.. Bei
größeren Mengen wurden sie abgekocht. Buchenöl ist unbedenklich, die Säure
bleibt im Presskuchen
zurück.
Rund 13 Kg Bucheggern braucht man für 1 Ltr.
Buchenöl.
Der spirituelle Teil:
Sie gilt als die weise Großmutter des Waldes. Vielleicht der stärkste
Mond- und Trostbaum. Die Germanen ritzten ihre Runen in Buchenstäbe, das
Werfen galt dann als Weissagung.
Ihren lateinischen Namen hat die Buche vom keltischen Fagus, dem großen
Waldgeist.
Ihr Energiefeld klärt wirre Gedanken, damit meine ich; wenn man vor lauter
Terminen und unerledigten Dingen nicht mehr weis, wo der Kopf steht, ist es Zeit
eine Buche aufzusuchen. Auch der Typ, der sich selbst gern unter Druck setzt um
besonders gut zu sein und deswegen unter Verspannungen oder Migräne leidet,
sollte diesen Baum besuchen. In der Farbentherapie wird das Maigrün der Blätter
eingesetzt. Es ist besonders intensiv und sticht vom Dunkelgrün der
Nadelbäume ab. Bei Unwohlbefinden im Kopfbereich sollte das Maigrün längere
Zeit betrachtet
werden.
Ich selbst suche gern eine Buche auf, um zur Ruhe zu kommen. Der Aufenthalt in
der Aura eine Buche brachte mir manche Antworten.
Wettervorhersage: Steht im November noch das Buchenholz im
Saft, So wird der Regen stärker als der Sonne Kraft, ist es aber starr und fest,
sich groß Kälte erwarten
lässt. Der Buche war also
die Fähigkeit der Zukunftsweissagung zugedacht. Vor den Eichen sollst
du weichen, und die Weiden sollst du meiden, zu den Fichten flieh mitnichten,
doch die Buchen sollst du
suchen.
Es gibt eine statistische Zahl die das belegt. 357 mal schlägt der Blitz mehr in
eine Eiche als in eine Buche ein. Aus meiner Erfahrung weis ich aber, dass das
Aufsuchen von Fichten auch nicht ratsam ist. Diesen Baum haben wir am meisten
nach Blitzschlägen aufarbeiten müssen. Und bisher habe ich nur eine Buche
gesehen die vom Blitz getroffen wurde.
Die Buche ist der Lebensbaum für am 22.12. Geborene.
Die Eibe (Taxus baccata)
Der Totenbaum der Kelten, der Waffenbaum der Germanen und später der Römer.
Einer der 3 magischen Bäume, wie auch Holunder und Schwarzerle. Alle 3
haben den Hang zur Vermittlung mit der
Anderswelt.
Warum sollte die Eibe nicht der Weltenbaum gewesen sein? Alles an einer Eibe ist
giftig, ausser dem roten Samenmantel (Aurillus). Dieser ist recht schmackhaft
und soll auch gesund sein´. Die Kerne aber dürfen nicht verschluckt werden. 3
Kerne könnten schon ein Kind töten.
Man sagt, in ihrer Aura (im Sommer, über 30 grad, viele Stunden, wenn nicht
sogar Tage) könnte man in Kontakt mit seinen Ahnen treten. (Odin) Die
Umgebung ist nachweislich mit dem Gift Taxin angereichert, das in größerer
Konzentration Haluzinationen hervorruft. Es wird von einer
immergrünen Weltenesche berichtet, die Esche ist Sommergrün, die Eibe aber das
ganze Jahr. Im altnordischen hieß die Eibe barrascar, was übersetzt Nadelesche
bedeutet.
Die Eibe ist ein Baum der Polarität: Taxin = Gift, Taxol = Wirkstoff
bei Krebs, vitaminreiche Beeren – todbringende
Kerne.
Die Eibe ist eine Ausnahme unter den Nadelbäumen. Davon abgesehen, dass sehr
giftig ist. 1. Sie bildet keine Zapfen aus, ist also keine
Konifere
2. Sie fruchtet 2-4 Jahre später, wegen einer
Keimhemmung
3. Ihr Holz hat keine Harzkanäle
Ein Kräuterbuch aus dem Jahre 1730 berichtet, dass der ganze Baum giftig sei,
ja auch der Schatten desselben schädlich sei. So wurden Pfeile und Speere im
Krieg mit dem Gift behandelt. Cesar beschreibt, dass ein Keltenführer mit
Eibengift Selbstmord begann, als die Römer nicht mehr aufzuhalten waren.
Für 1 kg Taxol brauchte man ca. 3000 Eiben. Heute -
synthetische
Herstellung.
Ein Eiben-Speer fand man in Niedersachsen, der steckte in einem Mammut und ist
150 T Jahre alt. Auch die Römer fertigten ihre besten Waffen aus Eibenholz.
Die Eibe ist ein Schattenbaum. Eiben, die von Anfang an in der Sonne stehen,
vertragen diese gut. So war es in der Rokokozeit Mode die Eibe in Form zu
schneiden.
Die Römer nannten die Eibe Taxus, was sich von strafen ableitet. Das
altdeutsche Wort ist Iwa, was aber auch Bogen und Armbrust hieß. Deshalb findet
man die ältesten Eiben in der Nähe von Schlössern und Burgen. Bögen aus
Eibenholz waren die wichtigste Kriegswaffe. Um 13-14 Jht. war es in England
Pflicht, dass die Männer das Bogenschießen an Feiertagen übten. Im 16 Jht. stand
die Eibe dann sogar vor der Ausrottung. Sie steht jetzt unter strengem
Naturschutz.
Die Eibe war schon immer am meisten von Zauberei umgeben. Im Norden wohnte
der Bogenschütze Ullrich, der Sohn des Thor in Ydalir dem Eibenwald in
Aasgard. Eine Rune hatte das Zeichen von Ihwaz, der
germanischen Bezeichnung für Eibe. Der Rune und dem Baum wurden
Schutz vor Krankheit und Geistern nachgesagt. Der Eibe sagt man
zukunftsweisende Träume voraus, oder Kontakt zu seinen
Ahnen.
Eiben werden sehr alt. Bis 3000 Jahre ist ein Baum in Schottland und 2000 Jahre
der älteste Baum Deutschlands.
Meine Erfahrung mit diesem Baum ist die innige Kontaktaufnahme mit der Natur.
Unter einer Eibe wächst nichts, alles ist rein, als ob auch die Atmosphäre
gereinigt sei.
Lebensbaum für am 3.11. – 11.11. Geborene
Esche: (Fraxus excelsior) altnord. Ask
Mal weiblich mal männlich, mal einhäusig, mal zweihäusig, oder alles beide,
diese Variation beschreibt die Esche. Sie wird 200 – 300 Jahre alt und
kann sich je nach Standort und Umgebung zu einem sehr breiten, oder hohen Baum
entwickeln. Die Esche ist ein Baum, den man im Winter an den dicken, schwarzen,
vierkantigen Knospen erkennen kann. Sie bietet festes, elastisches
Holz für Gerätestiele und
Turngeräte.
Bis ins 20 Jhd. Hinein galt Eschenlaub als beliebtes Laubfutter. Die
Esche erreicht eine Höhe von ca. 35 M. und erhält als letzter Baum im Jahr die
Blätter. Die Eschenrinde wird als Chinarindenersatz verwendet.
Mythologie
Eine Esche weis ich, sie heißt yggdrasil, die Hohe benetzt mit hellem Nass, von
dort kommt der Tau, der in Täler fällt, immergrün steht sie am
Urdbrunnen. Ein Vers aus der Edda
Ask und Embla (verm. Ulme) = waren die ersten Menschen in der
germanischen Mythologie. Nach der Sintflut durch das Blut eines Riesen wurden 2
Baumstämme ans Ufer getrieben, eine Esche und Ulme. Die Götter hauchten ihnen
das Leben ein.
Mythologisch der Weltenbaum, (Yggdrasil) der alle Ebenen des Lebens
verbindet. Odins Baum (siehe Eibe). Am Fuße des Baumes lebten die 3
Schicksalsgöttinnen, die Nornen, die die Lebensfäden und die Schicksale der
Menschen in den Händen hielten. 2 weise Nornen waren wohlgesonnen, eine dunklere
Norne verhielt sich missgünstig. Urd war die Norne der Vergangenheit, Werdandi
der Gegenwart und Skuld die der Zukunft. Unter der Esche entsprangen
die 3 Brunnen Wergelmir, Mimir, göttliche Quelle des Allwissens und Urd, Quelle
des
Schicksals.
Urd war also die Norne der Vergangenheit und der Brunnen des Schicksals. Das
könnte darauf deuten, dass wir unser jetziges Schicksal aus der
Vergangenheit begründen müssen.
Der Baum des Odins deshalb, weil er neun Tage in der Esche hing um
Runenkundig zu werden und die Zauberei zu erlernen. (siehe Eibe) Der
Zauberstab der Druiden war aus Eschenholz. Mit ihm beschwörte man den Regen und
die zerstörerische Kraft des Wassers.
Daraus entwickelte sich die Wetterregel: Kommt die Eiche vor der Esche,
ist im Sommer große Wäsche, kommt die Esche vor der Eiche, ist im Sommer große
Bleiche.
Spirituelles: Eigene Erfahrungen habe ich noch keine mit diesem Baum
gemacht.
Der Aufenthalt im Ätherkörper des Baumes soll seelische und körperliche
Verhärtungen lösen und die Leber und Nierenfunktion anregen. Sie hilft die
Begabung eines Menschen zu entfalten. Hildegard von Bingen nannte den Baum,
Sinnbild der
Einsicht.
Energieaufnahme über die Hände ohne Berührung, oder durch meditative Verbindung
mit dem Baum in Kontakt treten. (aus „Bäume helfen heilen“, von Manfred
Himmel)
Übrigens ist auch die Esche sehr stark mit Mutter Erde verbunden. Sie bricht
bei Sturm eher ab, als dass sie sich entwurzeln liese. Auch das ist für jeden
Sturm eine Herausforderung. Wind gegen Wasser
Lebensbaum für 25.5. – 3.6. und 22.11. – 1.12. Geborene.
Die Haselnuss, Lunabaum (Corillus avellana)
Eins der 3 magischen Strauchbäume. Magie, Heilung und geistige Entwicklung
verbirgt sich in dem Strauch. Wurde von germanischen Priestern zur
Weissagung
benutzt.
Die Haselnuss ist ein altes Fruchtbarkeitssymbol mit sexueller Kraft.
Dazu ein paar wissenschaftliche Anmerkungen: Bis zu 500 Millionen Pollen
steigen bis zu 5000 m auf, um an einem Tag bis 100 Kilometer zurück zu
legen.
Diese Vermehrungsfreudigkeit führte vor rund 8 T Jahren dazu, dass man diese
Zeit als Haselzeit bezeichnet. Deswegen sprach man ihr den Sitz der Göttin der
Fruchtbarkeit zu. Hildegard von Bingen bezeichnete die Haselnuss sogar als
Sinnbild der Wolllust.
Die Reife allerdings setzt erst zwischen 20 bis 30 Jahren ein. Da sterben
schon die ersten Hauptäste ab, die durch neue Triebe ersetzt
werden. Der Strauch wurde gern als Blitzableiter an Gebäude
aufgezogen und
gehegt.
Wünschelruten aus Hasselnuss dienten zum Auffinden von Erzen. Die Blätter und
Nüsse sollen bei Schlangenbissen positiv gewirkt haben. Als Kind machten wir
noch Pfeil und Bogen daraus.
Ich persönlich habe keine Erfahrung mit diesem Strauch gemacht, außer das die
Nüsse sehr wohlschmeckend sind.
Die Platane (Platanus vulgaris)
Die Platane (Platanus vulgaris)
Als Parkbaum wird heute gern die Kreuzung von abendländischer
und morgenländischer Art gepflanzt. Griechisch: Platos heißt weit
ausgebreitet.´
Bis 40 M hoch. Stattliche Exemplare im Mediterranbereich. BHU von 10 Metern sind
möglich Die Platane ist kein Gartenbaum. Sie braucht einen Mindestabstand
bei Gebäuden von 20 Metern, oder sie bedarf von Zeit zu Zeit einen Rückschnitt.
Die Wurzeln sollten keine Rohrleitungen
erreichen.
Bei guten Bedingungen entwickelt sich ein gerader, hoher Stamm, wenn sie
beispielsweise auf Wasser oder radiästetischen Linien steht wird der Stamm
knorrig, wulstig.
Schuppige und farbige Rindenhaut, die sich von Zeit zu Zeit erneuert.
Blätter ähneln dem Ahorn, sind aber wechselständig
angeordnet.(5lappig)
Beide Geschlechter befinden sich auf einem Baum, (einhäusig) die weiblichen
Blüten sind oben. (wie bei Tanne, dadurch soll eine Selbstbefruchtung verhindert
werden) Nach der Befruchtung bilden sich kleine, stachelige Kugeln, die kleine
Nüsschen enthalten und von verschiedenen Finken im Winter gern
gefressen
werden.
Die Verbreitung der Platane geschieht in erster Linie durch
Schößlinge.
Sie eignet sich nicht als Waldbaum, weil sie viel Licht benötigt. Sie meidet
trockene Kalkböden und sucht die geschützten Lagen in Flußniederungen auf. Aus
diesem Baum wird das Funier Pearl wood (Perlholz) geschält, dass auch im
Gitarrenbau verwendung findet.
Vor etwa 300000 Jahren gab es in der Umgebung vom heutigen Hanover noch wilde
Platanen. Nach fossilen Funden in Grönland gibt es die Platane schon seit 90
Mill. Jahren.
In Asien, den Balkanländern und Nordamerika hat die Art die Eiszeit überlebt.
Dort findet man sie heute noch wildwachsend.
360 vor Christus führten die Römer die Platane in Rom ein. In Lybien soll ein
römischer Konsul 18 Gäste in dem hohlen Stamm einer Platane beherbergt haben.
1640 in Europa eingeführt. Wie alle Gastbäume Deutschlands ist es dem Adel zu
verdanken, dass wir heute so große, 200 – 400 Jahre alte Bäume bewundern
können.
Spirituell habe ich wenig Erfahrung mit dem Baum. Er ähnelt aber sehr dem
Charakter des Ahorns. Die Gestalt einer Platane ist aber sehr auf Aufnahme
ausgerichtet. (Betrachte Stand von Ästen und Blättern.)
In Gaggenau habe ich eine Platanus orientalis vor der Konrad Adenauer Brücke
entdeckt. Alles andere sind P. ocidentalis oder P. hispanica.
Die Walnuss (Junglans regia)
Walnuss geht auf Welschnuss zurück. Welsche, so wurden die Fremden,
wie Italiener und Franzosen genannt. Vielleicht dachte man, dass der Baum
von dort stammt. Tatsache ist aber das Armenien, der Kaukasus und Persien als
Heimat bekannt
ist.
Vielleicht hat man ihn auch wegen seines wertvollen Holzes nach Europa
geholt. 100- bis 150 kg Nüsse kann er
jährlich produzieren. Die Walnuss kann beachtliche Umfänge von 5-6 m erreichen,
bleibt aber mit einer max. Wuchshöhe bis 20 m recht klein.
Der lateinische Name Junglans regia passt irgendwie, denn er bedeutet
„königliche Eichel des Jupiter“
Die Blätter haben beim zerreiben einen würzigen
Geruch.
Hier habe ich keine persönlichen Erfahrungen, wenn ich von den gesunden
Eigenschaften der Nüsse absehe.
|